Tiervermittlung-Info für Senioren

Bei der Vermittlung von Tieren wird darauf geschaut, dass zumindest zum Zeitpunkt der Vermittlung davon ausgegangen werden kann, dass das Tier bis an sein Lebensende bei diesen Menschen gut versorgt leben kann. Ein junger Hund oder Welpe kann noch 15 Jahre da sein, eine Katze mit ca. 5 Jahren hat noch gute 10-15 Jahre vor sich.  In den letzten Lebensjahren werden Tiere  dann gern doch mal sehr pflegeintensiv, wenn altersbedingte Zipperlein und die damit verbundenen Tierarztbesuche und Medikamentengaben anstehen würden.

Auch bei alten  Menschen machen sich auch immer mehr “Alterszipperlein” bemerkbar. Zudem haben öfter auch  sie kein Führerschein um z.B. mit dem Tier zu Tierarzt zu fahren. Es kann schon äußerst problematisch sein , alle paar Wochen mit einem Hund zum Tierarzt zu fahren.Auch der Halter kann plötzlich erkranken und in Pflegeheim gehen müssen oder soger versterben.
Tierschutzvereine sind deshalb eher zurückhaltend, wenn es um die Vermittlung relativ junger Tiere mit einer noch recht hohen Lebenserwartung an ältere Interessenten geht. Es ist durchaus auch im Interesse der Halter, denn es ist ja für niemanden ein schönes Gefühl, wenn man feststellt, dass man sein Tier nicht mehr so versorgen kann, wie es nötig wäre, von einer Abgabe in diesem Fall ganz zu schweigen. Sicher, auch bei jungen Menschen kann viel Unvorhergesehenes passieren, was die Weiterführung der Haltung des Tiers erheblich erschwert bis unmöglich macht (Klassiker sind die finanziellen und räumlichen Veränderungen durch Scheidungen und Arbeitslosigkeit,Arbeitszeiten,oder wenn mit dem Hund nicht zurecht kommen und ihn nicht selbst lernen wollen/kennen .). Aber es geht eben um die Prognose zum Zeitpunkt der Vermittlung, und die sieht bei jüngeren Menschen dann doch erfolgsversprechender aus, so schade das für alte Interessenten auch ist.

Wir vermitteln an Senioren  ab  65 Jahren und keine Welpen oder Junghunde.  Dennoch, es gibt auch  eine Möglichkeit. Die ist, dass Erwachsene Kinder oder Verwandten  vertraglich zusichern , dass sie  das Tier  bei sich zuhause aufnehmen und sich um das Tier kümmern wenn es Eltern nicht können .Die Verantwortung und Haftung für das Tier übernehmen  und die Eltern auch finanziell unterstützten, wenn es problematisch wird. Das ist dann doch für alle Beteiligten, Mensch und Tier gleichermaßen, eine gute Lösung. Denn wie gesagt, wenn man die optimale Versorgung des geliebten Haustiers nicht mehr gewährleisten kann, ist man doch auch als Mensch nicht glücklich.