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Hund Anschaffung Test für neue Halter

Wer die Entscheidung trifft, einen Hund zu sich zu nehmen, der übernimmt damit eine ganz große Verantwortung. Denn ein Hund wird immer abhängig von seinem Herrchen oder Frauchen sein. Er wird er seine Familie viele Jahre, bei einigen Rassen sind bis zu 16-18 Jahre möglich, begleiten. Wie alle Lebewesen hat er verschiedene Bedürfnisse, denen sein Halter gerecht werden muss: Er braucht Erziehung, Nahrung, Zuwendung, Liebe, Zeit, ein gutes Zuhause und noch einiges mehr. Einige Hunderassen wollen körperlich und geistig sehr gut ausgelastet werden, damit sie sich ihre Aufgaben nicht selber suchen und dabei ggf. ungewolltes Verhalten an den Tag legen. Für einen Hund müssen also ausreichend Zeit und Beschäftigung eingeplant werden. Dass der Hund auch seine Notdurft verrichten muss, versteht sich von selbst. Es reicht nicht ihn 2-3 täglich auszuführen,sonst wird sein Geschäft drinnen erledigen.Einen Hund zu haben bedeutet auch täglich früh aufstehen damit er sich ausleeren kann, ihn bei Regen, Schnee und Sturm auszuführen, wenn es keine anderen Gelegenheiten wie bspw. einen Garten gibt, ihn sein Geschäft verrichten zu lassen.

Wer sich mit dem Gedanken trägt, einen Hund zu sich zu nehmen, der sollte sich auch bewusst sein, dass ein Hund Einschränkungen im sozialen Leben oder beim Urlaub bedeuten kann: Beispielsweise sind nicht in jedem Hotel oder in einer anderen Urlaubsunterkunft Hunde erlaubt. Nicht in jedem Restaurant sind Hunde gern gesehene Gäste.Nicht jeder Hund ist mit Menschenansammlungen gut sozialisiert um ihn überall mit nehmen können. Und eine Silvesternacht kann sich unter Umständen schwierig gestalten, weil viele Hunde großen Angst vor der ungewohnten Knallerei und Raketen haben und können zuhause nicht allein bleiben. Zuletzt muss auch klar sein, dass ein Hund Geld kostet: Kosten fallen beispielsweise an für Hundefutter, Steuern, Tierarzt, daneben für bspw. Fress- und Trinknäpfe, Leine, Halsband und Co., Bürste, Spielzeug, Hundebettchen oder -decke. In der folgenden groben Checkliste haben wir die wichtigsten Punkte zusammengetragen, über die man sich klar werden sollte, bevor ein Hund nach Hause kommt.

    • Langfristigkeit / Verbindlichkeit:
      Bei der Anschaffung eines Hundes handelt es sich um eine langfristige Entscheidung, die wohl überlegt sein will. Ein Hund kann je nach Rasse bis zu 18 Jahre alt werden. Und auch wenn ein älterer Hund aufgenommen wird muss klar sein, dass dieser seine Menschen noch Jahre begleiten kann. Einen Hund zu sich zu nehmen bedeutet langfristige Verbindlichkeit dem Hund gegenüber.
    • Aufgabenverteilung:
      Ein Hund bringt viele wunderschöne Momente aber auch Verpflichtungen und Aufgaben mit sich wie z.B. Gassigänge auch bei Regen oder Schnee, Tierarztbesuche, Fellpflege, Fütterung, Aufmerksamkeit und Beschäftigung. In Haushalten, in denen mehrere Personen leben, sollten diese Aufgaben klar verteilt sein. Dabei Kinder stellen keine Betreuung dar und sollten ohne Aussicht nicht mit einem Hund  allein bleiben. Wer alleine lebt sollte hinterfragen, ob er das auf Dauer alleine bewerkstelligen möchte.
    • Erziehung:
      Wer einen Hund zu sich nimmt, überlegt sich vorher, ob er Zeit und Kenntnisse hat den Hund alles lernen und ihn erziehen. Gerade Hunde aus Tierschutz/ Ausland kennen meistens noch nichts und auch Junghunde und Welpen müssen erzogen und gut sozialisiert werden. Stubenreinheit, auf Kommandos hören, den Hund abrufen, nichts vom Boden aufnehmen, nicht betteln,Autofahren, zuhause allein bleiben,Leine und Halsband  etc. – all dies ist Erziehungssache beim Hund. Zudem durchleben Hunde ebenfalls eine Pubertät und können rebellisch sein. Kurz gesagt: Einen Hund zu erziehen kann anstrengend (und auch sehr schön) sein, kostet aber Zeit und manchmal auch Nerven.
    • Wohnsituation:
      Vor der Anschaffung muss bei gemietetem Wohnraum mit dem Vermieter geklärt werden, ob er die Haltung des Hundes erlaubt. Zu bedenken ist außerdem, dass in vielen Bundesländer ein “Hundeführerschein ” für alle Hunderassen verlangt ist.
    • Lebenssituation:
      Schon bei der Wahl der Hunderasse sollte die aktuelle Lebenssituation einbezogen werden. Einige Rassen sind beispielsweise besser in ländliche Umgebung geeignet als andere, manche Hunde benötigen besonders viel Auslauf und wollen täglich körperlich ausgepowert werden,andere sind mit Umweltreizen mangelhaft sozialisiert und in einer Stadt würden sich fürchten. Sie Sozialisierung kann man nicht nachholen, nur bis gewisse Grad verbessern.. Besonders junge Menschen und Paare, die über einen Hund und später ggf. Kinder nachdenken, sollten sich bewusst sein, dass ein Hund auch Arbeit bedeutet und Zeit beansprucht. Die Belastung steigt, wenn später ein Kind hinzukommt.
    • Zeit:
      Ein Hund ist ein Lebewesen mit Bedürfnissen wie täglich mindestens 4-5 Spaziergängen, Aufmerksamkeit und Zuwendung. Viele Hunderassen wollen auch körperlich und geistig ausgepowert werden. Aktivitäten wie Hundeschule oder Hundesport sollten ebenfalls eingeplant werden.
    • Beruf:
      Einen Hund sollte man täglich nicht mehr als 4 Stunden allein lassen. Vor der Anschaffung eines Hundes sollte geklärt sein, ob und wie sich Hund und Job vereinbaren lassen. Einige Arbeitgeber erlauben es, den Hund mit auf die Arbeit zu bringen und es gibt Hundebetreuungsmöglichkeiten. In allen Fällen sollte der Hund gut erzogen und sozialisiert sein.Bedenken Sie, dass allein bleiben muß eingelernt werden, es ist nicht angeboren. Es ist nicht möglich einen Hund adoptieren und zweiten Tag ihn zuhause allein lassen.Manche Hunde haben Verlassungsängste. Neuer Halter sollte deshalb auch Plan B haben wie es weiter geht, wenn der Hund nicht allein bleiben will/kann. Es ist nicht möglich Hund wieder zurück geben.
    • Hundehaar-Allergie:
      Es sollte geprüft werden, dass bei keinem Familienmitglied eine Allergie auf Tier- bzw. Hundehaare besteht.
  • Urlaub und soziales Leben:
    Wer sich mit dem Gedanken trägt, einen Hund zu sich zu nehmen, der sollte sich auch bewusst sein, dass ein Hund Einschränkungen im sozialen Leben oder beim Urlaub mit sich bringt. Beispielsweise sind nicht in jedem Hotel oder Urlaubsunterkunft Hunde erlaubt. Einige Airlines lassen Hunde bis 8 kg in der Kabine mitfliegen, größere Hunde fliegen im Gepäckraum mit, das muss organisiert werden und ist in beiden Fällen mit zusätzlichen Kosten verbunden. Nicht in jedem Restaurant sind Hunde gern gesehene Gäste, oder ist der Hund mangelhaft mit Umwelt sozialisiert,fürchtet sich vor neuem und kann nicht überall mit genommen werden. Und die große Silvestersause kann sich unter Umständen schwierig gestalten, weil viele Hunde Angst vor der ungewohnten Knallerei und Raketen haben.
  • Fazit …Ein Hund ist ein Lebewesen und kein Spielzeug. Auch im Alltag und nach der anfänglichen Euphorie gehört er zur Familie und muss umsorgt werden. Er bedeutet viel Freude, aber auch jede Menge Verantwortung. Dessen sollte sich jeder bewusst sein, der sich mit dem Gedanken trägt, einen Hund zu sich zu nehmen. Tierheime sind  nicht verpflichtet ein Hund wieder zurück zu nehmen und manchmal können es nicht z.B. wegen Platzmangel.